{"id":429,"date":"2012-03-18T19:52:15","date_gmt":"2012-03-18T18:52:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.warndtdom.de\/?page_id=429"},"modified":"2012-10-21T14:42:09","modified_gmt":"2012-10-21T12:42:09","slug":"zu-dieser-seite","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/warndtdom.de\/?page_id=429","title":{"rendered":"Gedanken zu dieser Seite"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Warndtdom in Lauterbach ist ein ganz besonderer Ort<\/strong><\/p>\n<p><em>Ein paar pers\u00f6nliche Gedanken zum Warndtdom<\/em><em><\/em><\/p>\n<p>Wenn man mich heute fragen w\u00fcrde, wieviele Gottesdienste ich in diesen heiligen Mauern schon miterlebt habe, dann m\u00fcsste ich schlichtweg passen. Doch es waren bestimmt schon einige tausende. Traditionsgem\u00e4\u00df war mein Platz immer neben meinem Gro\u00dfvater auf der rechten Empore. Von dort aus hatte man immer einen wunderbaren Blick in das Hauptschiff hinunter und nat\u00fcrlich auch auf den Spieltisch der benachbarten Orgel.<\/p>\n<p>Ausgesprochen gerne erinnere ich mich noch heute an die sch\u00f6nen Festgottesdienste zu Fronleichnam, Ostern, Weihnachten oder Firmung. Nicht selten war an solchen Tagen der ganze Ort auf den Beinen und in der Kirche bekam man noch nicht einmal einen Stehplatz mehr.<\/p>\n<p>Bei solchen Ereignissen erwies sich &#8211; neben dem Pfarrer &#8211; der damaliger K\u00fcster, Chorleiter und Organist, Herr Henrichs als ein wahrer Meister seines Fachs. Mit seiner faszinierenden Liebe zum Detail und dem st\u00e4ndigen Drang zur Perfektion verlieh er jedem Gottesdienst einen w\u00fcrdigen und dem Anlass entsprechenden Rahmen. Letztendlich war er oftmals der &#8222;stille Regisseur&#8220; im Hintergrund, der stets die F\u00e4den in der Hand behielt. &#8222;Seine&#8220; Gottesdienste waren f\u00fcr mich immer etwas ganz besonderes &#8211; sowohl bei freudigen, als auch traurigen Anl\u00e4ssen.<\/p>\n<p>Ich bewunderte sein grandioses Orgelspiel und seine freien Improvisationen zum Anfang und zum Ende eines jeden Gottesdienstes. Ebenso gerne mochte ich aber auch das engagierte und lautstarke Mitsingen so vieler ehemaliger Emporenbesucher, denn sie brachten die W\u00e4nde des Warndtdoms bei dem Lied &#8222;Gro\u00dfer Gott, wir loben Dich&#8220; mehr als einmal zum wackeln.<\/p>\n<p>Aus all diesen Erlebnissen entwickelte sich nach und nach mein Interesse und die Verbundenheit zum Warndtdom, zur Kirchenmusik, zur Orgel und auch zu den Glocken. Dies inspirierte mich dann bereits in jungen Jahren dazu Unterricht an der sch\u00f6nen Orgel in der St. Eligius Kirche V\u00f6lklingen zu nehmen. Leider musste ich dieses Hobby aber schon nach wenigen Jahren aus beruflichen Gr\u00fcnden aufgeben. Mein damaliger Arbeitgeber hatte leider mehr Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Fussballer, als f\u00fcr angehende Organisten, wenn es um die Schichteinteilung ging.<\/p>\n<p>Da ich ein Internet-Kind der 1. Stunde bin kam mir dann vor einigen Jahren die Idee dem Warndtdom ein virtuelles Denkmal zu setzen. Am 01.12.2007 war die Geburtsstunde von &#8222;www.warndtdom.de&#8220;. Warum es noch niemand anderem zuvor in den Sinn gekommen war etwas \u00e4hnliches zu tun &#8211; man wei\u00df es nicht.<\/p>\n<p>Ich bin und war immer bestrebt eine gute und anspruchsvolle Seite ins Netz zu stellen. M\u00f6glichst detailgetreu, mit vielen historischen Informationen, Texten und Bildern.<\/p>\n<p>Als man mich 2011 erstmalig kontaktierte, um eine Freigabe meiner Fotos von www.warndtdom.de zu erbitten, z\u00f6gerte ich nicht lange und stimmte zu. Schlie\u00dflich feierten wir 2012 das Jubil\u00e4um &#8222;100 Jahre Warndtdom&#8220; und so war es f\u00fcr mich eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, dass meine Fotos jedem Interessenten zug\u00e4nglich gemacht werden sollten.<\/p>\n<p>Bei dem Versuch weitere Daten und Bilder vom Warndtdom zu erhalten blieben meine vielen Kontaktaufnahmeversuche zu den kirchlichen Vertretern vor Ort gr\u00f6\u00dftenteils ohne Antwort. Man zeigte im Allgemeinen wenig bis gar kein Interesse an dieser Seite und verwies immer wieder auf die gro\u00dfen zeitliche Probleme der kirchlichen Mitarbeiter.<\/p>\n<p>So verwunderte es mich in diesem Zusammenhang auch nicht allzu sehr, dass Kirchenmusiker auf meine konstruktive Kritik an ihrem Orgelspiel \u00fcberhaupt nicht reagiert haben. Meine Tipps, Ratschl\u00e4ge und Hinweise wurden freundlich ignoriert. Ist das die richtige Einstellung mit Kritik umzugehen? F\u00fcr wen &#8211; so frage ich mich &#8211; ist denn ein Kirchenmusiker eigentlich da?<\/p>\n<p>Ja, es gab sogar schon Pfarrer, die mir in einem Gespr\u00e4ch ohne Skrupel drohten, weil ich mich hier offen gegen die Streichung des Wegl\u00e4utens ausgesprochen hatte.<\/p>\n<p>Den absoluten Gipfel der Unversch\u00e4mtheit erlaubte sich ein hochkatholischer Hobby-Organist im Jahre 2012, als er mir indirekt per Email drohte, ich solle doch zuk\u00fcnftig aufpassen, was ich hier so schreibe (gemeint war damit wohl meine Kritik an der Kirchenmusik). Diese Aussage erstaunte mich sehr, zumal sie doch irgendwie an Zensur und Diktatur erinnert. Hatten wir nicht schon vor Jahren mit diesem Thema abgeschlossen? Wollte mir hier jemand wirklich den Mund verbieten? Wenn es nicht so traurig und armseelig w\u00e4re, k\u00f6nnte man wirklich herzhaft dar\u00fcber lachen&#8230;<\/p>\n<p>Auszug aus dem Artikel 5 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland:<br \/>\n<span style=\"font-family: Verdana;\"><span style=\"color: #000000;\"><span>(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu \u00e4u\u00dfern und zu verbreiten und sich aus allgemein zug\u00e4nglichen Quellen ungehindert zu unterrichten (&#8230;) <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>Doch auch andere Menschen haben mir bei der Weiterentwicklung dieser Seite nicht helfen wollen. Ein gutes Beispiel daf\u00fcr ist die Erweiterung meiner historischen Fotogalerie. Obwohl es zahlreiche solcher alten Bildaufnahmen gibt werden sie bis heute penibel in privaten Schubladen gehortet. Man weigert sich beharrlich, diese zur Ver\u00f6ffentlichung an mich weiter zu geben. Meine Anfragen hierzu &#8211; und Sie ahnen es schon &#8211; wurden wieder einmal freundlich ignoriert. M\u00f6ge derjenige mit den Bildern gl\u00fccklich werden und sie mit ins Grab nehmen.<\/p>\n<p>Wie man sieht, ist es nicht ganz einfach eine Internetseite wie diese zu betreiben. Dennoch habe ich beschlossen diese Seite weiterhin aufrecht zu erhalten, nicht zuletzt, weil mir diese Kirche ganz besonders am Herzen liegt.<\/p>\n<p>Der Warndtdom in Lauterbach ist eine &#8222;offene Kirche&#8220;. Lassen Sie sich faszinieren von den vielen Eindr\u00fccken, die dieses Bauwerk auf seine Besucher aus\u00fcbt.<\/p>\n<p>Mein ganz besonderer Dank und gro\u00dfen Respekt m\u00f6chte ich all jenen gegen\u00fcber bringen, die sich vor \u00fcber 100 Jahren in so unerm\u00fcdlicher Art und Weise f\u00fcr diesen Kirchenbau in Lauterbach stark gemacht haben. Die damalige Spendenbereitschaft und das ehrenamtliche Engangement so vieler Lauterbacher B\u00fcrger sind bis heute einzigartig und bewundernswert. Nur so konnte der Warndtdom in einer Rekordbauzeit von nur 2 Jahren entstehen.<\/p>\n<p>&#8222;Hut ab&#8220; vor dieser Leistung!  Es hat sich gelohnt!<\/p>\n<p>In herzlicher Verbundenheit<\/p>\n<p>J\u00f6rg Roth<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Warndtdom in Lauterbach ist ein ganz besonderer Ort Ein paar pers\u00f6nliche Gedanken zum Warndtdom Wenn man mich heute fragen w\u00fcrde, wieviele Gottesdienste ich in diesen heiligen Mauern schon miterlebt habe, dann m\u00fcsste ich schlichtweg passen. 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