{"id":14,"date":"2011-11-11T21:08:43","date_gmt":"2011-11-11T20:08:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.warndtdom.de\/?page_id=14"},"modified":"2015-12-20T23:30:41","modified_gmt":"2015-12-20T22:30:41","slug":"architektur","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/warndtdom.de\/?page_id=14","title":{"rendered":"Architektur"},"content":{"rendered":"<p>Die katholische Kirche St. Paulinus im V\u00f6lklinger Grenzdorf Lauterbach ist von beeindruckender Eigenwilligkeit.<\/p>\n<p>Mystisch, dekorativ, riesig: Die katholische Pfarrkirche St. Paulinus im V\u00f6lklinger Grenz-Stadtteil Lauterbach l\u00e4sst sich baugeschichtlich in keine Schublade einordnen. &#8222;Sie ist einfach nur sch\u00f6n&#8220;, sagen viele.<\/p>\n<p>Gegen Ende des 19. Jahrhunderts beschlie\u00dfen die Lauterbacher Gl\u00e4ubigen den Neubau einer Kirche. Konzipiert durch den Trierer Architekten Peter Marx, der auch f\u00fcr den &#8222;Saardom&#8220; Dillingen verantwortlich zeichnet, entsteht bis 1912 ein m\u00e4chtiges Bauwerk, das, mit massigem Hauptturm, flankiert von zwei kleineren Seitent\u00fcrmen und imposantem Ostchor, au\u00dfen ganz auf Zierrat verzichtend, allein durch stattliche H\u00f6he und Breite beeindruckt.<\/p>\n<p>Der mittelalterlich wehrhafte Charakter der Kirche wird verst\u00e4rkt durch das verfugte w\u00fcrfelf\u00f6rmige Mauerwerk aus behauenen hellen Sandsteinen, in das zus\u00e4tzlich rau gekerbte Steine, die Bossenquader, eingearbeitet sind.<\/p>\n<p>Trotz des neuromanischen Eindruckes, den der Warndtdom von au\u00dfen hinterl\u00e4sst, kommt der Chronist Edwin Rouget von der Arbeitsgruppe Lauterbach im Heimatkundlichen Verein Warndt zu dem Schluss: &#8222;So ist die Lauterbacher Kirche weder alt, noch hat sie einen reinen Stil. Vielmehr besteht sie aus verschiedenen Stilelementen der Vergangenheit.&#8220;<\/p>\n<p>Ein berechtigter Einwand, der sich noch mehr im Innenleben des Warndtdomes dokumentiert. Rouget beschreibt den ersten Eindruck: &#8222;Wenn sie das Innere der Kirche betreten, muss sich das Auge zun\u00e4chst an die d\u00fcstere Atmosph\u00e4re gew\u00f6hnen.&#8220; Das klingt ebenfalls nach romanischem Baustil, doch weist der Chronist anhand vieler Details den hier gegebenen Stilmix nach. Wie auch immer: Das ungew\u00f6hnlich breite und lange Tonnengew\u00f6lbe verhilft der Paulinus-Kirche ebenso zur &#8222;beeindruckenden Eigenwilligkeit&#8220; wie ihre ungew\u00f6hnliche Gr\u00f6\u00dfe (600 Sitzpl\u00e4tze) und insbesondere das sehr sp\u00e4rliche Licht, das durch tief eingelassene bunte Bleiglas-Fenster in den Seiten- und Querschiffen dringt. Extrem kleine ovale Fenster im Gew\u00f6lbe zeigen die zw\u00f6lf Apostel. Sie beeindrucken durch leuchtende Farben. Besondere Beachtung verdient die Ausmalung auf der Hinterwand des Chores. Sie zeigt eine \u00fcberdimensional gro\u00dfe Christusfigur mit ausgebreitet einladenden Armen. Christus selbst steht auf einer Weltenkugel, umgeben von einem Glorienschein, begleitet von Engeln und den vier Evangelisten. Dieses wundersch\u00f6ne Fresko wurde in der so genannten &#8222;Bilderst\u00fcrmerzeit&#8220; der 50er und 60er Jahre zum Leidwesen der Bev\u00f6lkerung \u00fcbert\u00fcncht, doch Anfang der 90er bei der Innenrenovierung wieder in seinen urspr\u00fcnglichen Zustand versetzt.<\/p>\n<p>Weitere bemerkenswerte Fresken finden sich in den Rundbogen des Querschiffes, w\u00e4hrend in den Nischen der Seitenschiffe kunstvolle Barock-Alt\u00e4re dem Heiligen Mauritius beziehungsweise der Muttergottes gewidmet sind. Im rechten Querschiff befindet sich die Kapelle der Heiligen Barbara, Schutzpatronin der Bergleute, im linken Querschiff &#8211; neben einem romanischen Taufstein &#8211; die Statue des Schutzpatrons der Kirche.<\/p>\n<p>Beachtenswert sind ebenso die gotischen Beichtst\u00fchle in den Seitenschiffen wie die Ged\u00e4chtniskapelle f\u00fcr die Opfer der beiden Weltkriege mit Fresken aus dem Leben Jesu und einer Statue der Schmerzhaften Mutter Gottes.<\/p>\n<p>Die meisten Besucher lieben den mystisch-heimeligen Charakter des Warndtdoms wie die &#8222;Flut der Ornamentik&#8220; und den Gegensatz zwischen intimen Nischenr\u00e4umen (in den Kapellen) und der erhabenen Gr\u00f6\u00dfe des Kirchenschiffes. Hat sich das Auge erst einmal an das sp\u00e4rliche Licht und die riesigen Ausma\u00dfe gew\u00f6hnt, f\u00fchlt man sich in einem wohltuenden Raum geborgen.<\/p>\n<p>Der Pfarrei St. Paulinus in V\u00f6lklingen-Lauterbach geh\u00f6ren ca. 2000 Katholiken an. Innerhalb der 2011 neu gegr\u00fcndeten &#8222;Pfarreiengemeinschaft Warndt&#8220; z\u00e4hlt die Statistik insgesamt 16.970 katholische Mitchristen.<\/p>\n<p>Zum 1. Januar 2016 fusionieren 8 bisher eigenst\u00e4ndige Pfarrgemeinden der Pfarreiengemeinschaft Warndt zur neu errichteten Pfarrei &#8222;Heilig Kreuz im Warndt&#8220; zusammen. Lauterbach ist nunmehr ein Gemeindebezirk der neuen Pfarrei.<\/p>\n<p>Regelm\u00e4\u00dfige Gottesdienste finden in der Regel sonntags um 10.45 Uhr und donnerstags um 18 Uhr statt. Die Kirche ist t\u00e4glich ab zehn Uhr zum Gebet und f\u00fcr Besichtigungen ge\u00f6ffnet. F\u00fchrungen k\u00f6nnen im Pfarramt Ludweiler unter Telefon: (06898) 4661 vereinbart werden.<\/p>\n<p><a title=\"Die neue Kirche\" href=\"http:\/\/www.warndtdom.de\/?page_id=244\">Einen weiteren Bericht lesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die katholische Kirche St. Paulinus im V\u00f6lklinger Grenzdorf Lauterbach ist von beeindruckender Eigenwilligkeit. Mystisch, dekorativ, riesig: Die katholische Pfarrkirche St. Paulinus im V\u00f6lklinger Grenz-Stadtteil Lauterbach l\u00e4sst sich baugeschichtlich in keine Schublade einordnen. &#8222;Sie ist einfach nur sch\u00f6n&#8220;, sagen viele. 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